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Grüne Kleve

25. April 2013

Grüne kritisieren umfangreiche Baumfällungen auf Klever und Emmericher Gebiet

Die grüne Kreistagsfraktion erreichen verstärkt Anrufe besorgter Bürger, die sich um unnötige Baumfällungen sorgen.

Abgesägte Baume im Emmericher Wald am Wasserwerk - Foto: Ute Sickelmann

"Warum werden in letzter Zeit so viele Bäume gefällt?"

fragen in letzter Zeit besorgte Bürger, die sich an die Grünen wenden. Besonders Emmerich ist betroffen. Der Emmericher Wald am Helenenbusch rund um das Wasserwerk besteht größtenteils nur noch aus kahlgeschlagenen Parzellen.

 

Fällaktionen in Hüthum - Foto: Lars Dittus

Gespräch mit dem Forstamt

Die grüne Kreistagsfraktion hat im Mai des Jahres die Forstbehörde eingeladen, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Leider waren die Antworten unbefriedigend. Die konkreten Fälle liegen in der Verantwortung der jeweiligen Revierförster. Laut Aussage des Forstamtes wird jedes Jahr im Voraus ein bestimmter Anteil an Bäumen "geerntet". Dieser Anteil ist mit den oberen Förstbehörden und dem Ministerium abgestimmt und hätte sich in den letzten Jahren auch nicht zum Nachteil der Umwelt verändert. Der gesamte Forst fühle sich dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet.

Ute Sickelmann bat am Emmericher Beispiel, die Revierförster anzuhalten, sorgfältiger die für Fällungen vorgesehenen Bäume auszuwählen. Nach ihrer Ansicht ist es unnötig, ganze Flächen kahlzuschlagen, die Fällungen sollten besser verteilt werden. Der Anblick im Emmericher Wald sei gräßlich und eine Zumutung für die Bürger, die dort Ruhe und Erholung suchten - durch die ausgedehnten Kahlschlaggebiete aber tief deprimiert würden.

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Kahlschlag am Helenbusch in Emmerich - hier  sind nur noch Neuanpflanzungen in unterschiedlichen Wuchsstadien - Foto: Ute Sickelmann

In Kleve wenig Rücksicht auf Naherholung und historische Gartenkunst

Auch in Kleve ist im Reichswald in den letzten Jahren zu viel in einem Sektor geschlagen worden., berichtete Thomas Velten. Warum die stattlichen Buchen und Eichen längs der uralten Alleen gefällt werden müssten, sei ihm ein Rätsel. Offensichtlich sei den Revierförstern nicht bekannt, dass der Kleve umgebende Wald sowie der sog. Forstgarten Bestandteil der kulturhistorisch überaus bedeutsamen Gartenanlagen des "Neuen Tiergarten sei. Diese sind eine frühesten Gartenanlagen in Westeuropa und Vorbild für Berlin und Versailles.
Seit Jahren bemühten sich Bürger, Vereine und das Touristikbüro der Stadt Kleve, dieses Erbe zu rekonstruieren und zu bewahren. Dies dürfe nicht durch die Uneinsichtigkeit der Revierförster zunichte gemacht werden.

An der Tiergartenstraße in Kleve sei vor kurzem eine wunderschöne alte Linde gefällt worden. Davor sei illegal an der Villa Nova abheholzt worden. Die Fällung einer prächtigen Blutbuche am Regenbogen konnte nach Intervention der grünen Ratsfraktion gerade noch verhindert werden. Fachleute befürchten aber, dass die Buche durch den erfolgten Beschnitt der Krone bereits so weit geschädigt ist, dass sie nicht überleben wird.

Um das Ausmaß in anderen Städten zu erfahren, haben die Grünen im Kreistag eine Anfrage an den Landrat gestellt, um zu erfahren, in welchen anderen Städten ebenfalls Fällungen stattgefunden haben.

Wachsamkeit gefragt

 

Die Bevölkerung bleibt aufgerufen, wachsam zu sein und ungerechtfertigte Fällungen der Unteren Lanschaftsbehörde oder den Grünen zu melden.

Wir dokumentieren anbei den Brief an die Kreisverwaltung.

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Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Kleve

 

An den

Landrat des Kreises Kleve

Herrn Wolfgang Spreen

im Hause                                                                                                        Kleve, 24. April 2013


Umfangreiche Baumfällungen auf Klever und Emmericher Gebiet

Sehr geehrte Herr Landrat Spreen,

auf Klever (Donsbrügger Heide) und Emmericher (Borgheeser Wald, Speelberg) Gebiet werden zur Zeit im größeren Umfang Baumfällungen vorgenommen. Die Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern bei der Grünen Kreistagsfraktion nehmen zu.

Wir bitten Sie, uns eine Aufstellung für den Kreis Kleve zur Verfügung zu stellen, aus der hervorgeht wo großflächige Fällungen vorgenommen werden, aus welchen Gründen sie erfolgen und ob Ersatzplanzungen vorgenommen werden.

Mit freundlichem Gruß

 

gez. Ute Sickelmann                           i.A. Norbert Panek

Fraktionsvorsitzende                           Fraktionsgeschäftsführer

 

Kopie: CDU-Fraktion, SPD-Fraktion, FDP-Fraktion, Faktion Altern. Linke   

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