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Grüne: Ausstiegsszenario für den Kiesabbau
Quelle: Rheinische PostVON LUDGER DISTELKAMP
KREISKLEVE Zwar sei er nicht grundsätzlich gegen Kiesabbau, aber das müsse schon "nachhaltig" sein, betonte gestern Johannes Remmel. Der umweltpolitische Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion erklärte gestern nach einer Fraktionssitzung im Museum Kurhaus in Kleve die Niederlande als Beispiel für die Abgrabung. Im Nachbarland werde der Abbau restriktiver gehandhabt. Zwar gehe NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben in die richtige Richtung, nur noch 30 Jahre Flächen für den Kiesabbau bereit zu halten, aber das sei noch nicht weit genug, so Remmel. Des
halb müsse die Rechtsgrundlage geändert werden. Nach der Sommerpause gingen Vorschläge der Grünen zur Änderung des Landesentwicklungsplanes in die parlamentarischen Gremien.
Die Abgrabungen müssten restriktiver genehmigt werden, weil sonst landwirtschaftliche Flächen unwiderruflich verloren gingen.
Auch müsse am Niederrhein das größte Grundwasservorkommen in NRW geschützt werden, sagte der Umweltpolitiker. Dies sei schließlich ein "Schatz".
Die bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Ute Sickelmann, erläuterte der Landtagsfraktion bei einer Rundreise, wo noch weitere Bagger die Arbeit verrichten sollen. Sie lehnte im Klever Ortsteil Rindern eine Ausdehnung des Kiesabbaugebietes um weitere 20 Hektar ab, weil dies für Rindern nicht verträglich sei. Drei Hektar zur Arrondierung des Geländes sollten aber noch genehmigt werden, um die Existenz der Kiesbaggerei zu sichern. Sickelmann übte Kritik an der Stadt Kalkar, die entschiedener gegen neue Abgrabungsgebiete Einspruch einlegen solle.
Die bündnisgrüne Fraktionssprecherin wünscht sich vor allem ein Ausstiegsszenario, wenn in 30 Jahren die Rechte für den jetzigen Kiesabbau ausgelaufen seien.












